PV-thermsche Entsalzung

Diese Entsalzungstechnologie verdampft Salzwasser mittels elektrischer Energie und kondensiert den Dampf wieder zu Süsswasser. Durch Wärmetauscher, Druckoptimierung und effiziente Prozessführung kann der Energieaufwand reduziert werden. Im Vergleich zu RO oder MSF ist das Verhältnis von eingesetzter Leistung pro Liter Süsswasser jedoch schlechter und wirtschaftlich kaum sinnvoll.

Die Situation ändert sich grundlegend, sobald Secondhand-PV genutzt wird. Weltweit fallen jedes Jahr Millionen Tonnen alter, aber weiterhin leistungsfähiger PV-Module an. Weniger als 10 % dieser Module werden heute erneut eingesetzt, obwohl sie zusammen die Energieproduktion von mehreren Kernkraftwerken pro Jahr liefern könnten.

In Kombination mit drei praktisch unbegrenzten Ressourcen:

  • unglaublich viele ausgediente PV-Zellen

  • unbegrenztes Meerwasser

  • trockenes, sonniges Land in riesigen Flächen

entsteht ein System, das plötzlich wirtschaftlich und ökologisch tragfähig wird. Die PV-thermische Entsalzung nutzt Energie, die sonst ungenutzt verloren geht. Dadurch wird aus einem energieintensiven Prozess eine Lösung, die (fast) ohne graue Energie auskommt und ein gewaltiges globales Potenzial erschliesst.

HOW im globalen Entsalzungsmarkt

Der weltweite Entsalzungsmarkt ist auf große, energieintensive Anlagen ausgelegt. Diese Systeme werden von Staaten, Konzernen und High-Tech-Firmen betrieben – und sie funktionieren nur dort, wo Geld, Strom und Fachpersonal vorhanden sind.

HOW bietet etwas völlig anderes:
dezentrale, solarbetriebene, reparierbare Wasser- und Agrarsysteme, die ohne Stromnetz, ohne Membranen und ohne komplexe Technik auskommen.

Damit schließen wir die Lücke zwischen teurer Hochtechnologie und Regionen, die keinen Zugang zu zuverlässiger Wasserinfrastruktur haben. Unsere Systeme nutzen alte PV-Module, liefern Schatten für Landwirtschaft, produzieren Wasser und können lokal betrieben werden.

HOW ist nicht Konkurrenz zu klassischen Entsalzungsanlagen.
HOW ist das Alternative-Modell dort, wo konventionelle Entsalzung nicht funktioniert.

Betrieb

HOW liefert Systeme, die so einfach konstruiert sind, dass sie mit minimalem Service auskommen.

Einfache Technik
HOW-Systeme können lokal betrieben und mit einfachen Werkzeugen instand gehalten werden. Das reduziert Ausfallzeiten und ermöglicht einen stabilen Betrieb auch ohne technische Infrastruktur.
Der Betrieb beschränkt sich auf Reinigung, Salzabtrag und einfache Sichtkontrollen. Wir schulen lokale Teams, damit alle Wartungsschritte ohne externe Spezialisten durchgeführt werden können.

Anpassbar
Da unsere Systeme mit recycelten PV-Modulen arbeiten, benötigen sie weder Netzstrom noch Spezialkomponenten. Sie lassen sich direkt in landwirtschaftliche Abläufe integrieren und unterstützen einen zuverlässigen Betrieb in abgelegenen Regionen.

Nachhaltigkeit

HOW baut Anlagen ohne graue Energie.

HOW-Systeme nutzen ausschließlich Photovoltaik. Die graue Energie von PV-Modulen ist nach wenigen Betriebsjahren amortisiert. Da HOW ausschließlich recycelte Module einsetzt, arbeiten unsere Systeme faktisch ohne graue Energie.
Jede Anlage entsteht aus Materialien, deren CO₂-Rucksack bereits abgetragen wurde – ein Vorteil, den kein anderes Entsalzungssystem bieten kann.

Minimaler Ressourcenverbrauch
Während andere Systeme neue Energie, neue Materialien und neue Emissionen erzeugen, baut HOW auf bestehende Ressourcen und vermeidet jede zusätzliche Produktionsenergie. Dadurch entsteht Wasser mit dem kleinsten CO₂-Fußabdruck der gesamten Branche.

Agri-PV
Werden die Anlagen im Sinne von Agri-PV genutzt (die Photovoltaikzellen beschatten die Anbaufläche), entstehen gleich mehrere Vorteile gleichzeitig. Die Module reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung, senken die Bodentemperatur und verringern den Wasserbedarf der Pflanzen. Gleichzeitig erzeugen sie den Strom, der für die Wassergewinnung benötigt wird.
So werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Energie und Wasser entstehen dort, wo sie direkt gebraucht werden. Mit positiven Nebeneffekten wie stabileren Erträgen, besserem Mikroklima und einer deutlich höheren Ressourceneffizienz.

Salz als Nebenprodukt
Während des Betriebs wird das Salz automatisch vom Wasser abgetrennt und separiert. Je nach Anwendung kann es in einem zusätzlichen Schritt gereinigt und für den Weiterverkauf aufbereitet werden. Dadurch entsteht aus einem Abfallstrom ein regional nutzbarer Rohstoff.

Sauberer Betrieb und Kreislaufwirtschaft
Es entstehen keine chemischen Abwässer, der Materialverbrauch ist gering und alle Bauteile können am Ende ihrer Lebensdauer leicht wiederverwendet oder recycelt werden.
PV-Module lassen sich heute schon zu rund 95 % recyceln, und die globale Recyclinginfrastruktur wächst rasant. Durch die Rückgewinnung von Aluminium, Kupfer und anderen Rohstoffen entsteht am Lebensende der Anlage sogar ein finanzieller Rückfluss.

Salzblöcke