UN warnt vor Wasserbankrott
Die weltweite Situation in Bezug auf Süsswasser verschärft sich deutlich und ist nicht mehr nur eine Krise, die vorübergehen könnte. Laut einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen sind viele natürliche Süsswasserressourcen bereits übernutzt worden und befinden sich in einem Zustand, der als „Wasserbankrott“ beschrieben wird.
Damit ist gemeint, dass in zahlreichen Regionen nicht nur der jährliche Bedarf an erneuerbarem Wasser aus Flüssen, Grundwasserleitern, Gletschern und Feuchtgebieten überschritten wird, sondern auch langfristige Reserven bereits verloren gegangen sind, ohne realistische Möglichkeit, sie wiederherzustellen.
Diese Entwicklung zeigt, dass wir uns nicht mehr in einer normalen Wasserkrise befinden, sondern in einem Zustand, in dem grundlegende Wassersysteme unwiederbringlich geschädigt sind. Begriffe wie „Krise“ suggerieren, dass es sich um eine vorübergehende Herausforderung handelt. Die Realität ist jedoch eine weitreichendere und langfristige Fragilität unserer Wasserversorgung.